Frauen
Frauen in der Gesellschaft
Der Kampf um Gleichberechtigung der Frauen und das Recht der Frauen sich in gesellschaftliche Entwicklungen einzumischen ist nicht voneinander zu trennen
Betrachten wir die Geschichte der Menschheit so stellen wir fest, dass unterschiedliche Gesellschaften existierten, die für Frauen und Mannern divergierende Rollenzuschreibungen schufen Es ist heute unbestritten, dass es in der Zeit zwischen 9000 bis 3000/2000 v.u.Z. auf verschiedenen Kontinenten mit Zentren im Mittelmeerraum, Südostasien, Ozeanien, Süd-, Mittel- und Nordamerika matriarchale Gesellschaften gab. In diesen war die Stellung der Frauen bestimmend oder gegenüber den Mannern gleichberechtigt. Dies drückte sich vor allem durch die starke Stellung der Frau in der Okonomie, in der Sippenstruktur mit Mutterrecht, in der Religion und deren Kult mit Muttergottinnen-Mythologien aus.
Die patriarchalen Gesellschaftsstrukturen, die bis heute weit überwiegend existieren, verweisen die Frauen in eine untergeordnete Stellung und bestatigen dem Mann auf der Grundlage der wirtschaftlichen Macht die alleinige Herrschaft über den Familienverband. Dabei verfügte er über Grund und Boden, über Leib und Leben aller Haushaltsmitglieder und hat alle (Gewalt-)Mittel in seiner Hand. Wenngleich sich die Lebenspraxis vieler Manner und Frauen bis heute stark verandert hat, so wirkt dieser Mythos immer noch in das grundlegende gesellschaftliche Klima ein.
In der ersten Frauenbewegung in Deutschland Mitte 19. bis Anfang 20. Jahrhundert erkampften sich Frauen das Wahlrecht und die Moglichkeit, sich schulisch und beruflich ausbilden zu lassen. Dies ist die Zeit in der die ersten Juristinnen, Arztinnen und Wissenschaftlerinnen bekannt wurden und Frauen sich aktiv als Kriegsgegnerinnen positionierten.
Das Dritte Reich zerstorte diese Entwicklung nachhaltig und verherrlichte die gebarende und mütterliche Frau. SchlieSslich brauchte der "Führer" Soldaten. Zudem waren angesichts der hohen Arbeitslosigkeit die Frauen am heimischen Herd am besten "aufgehoben" ...
Die zweite Frauenbewegung der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts setzte sich mit tief greifenden Veranderungen auf der Bewusstseinsebene und der Verhaltensweise von Frauen auseinander. Dabei standen Fragen wie die Trennung des Privaten von der politischen Ebene (Frauen verantwortlich für das Private, Manner für das Politische) im Mittelpunkt. Themen wie die Kinderfrage (emanzipatorische Kindererziehung), die Kampagnen zum Paragrafen 218 mit der Forderung "mein Bauch gehort mir" und die sexuelle Befreiung der Frau standen im heiSs diskutierten Zentrum
In den 80er Jahren entstanden die ersten Frauenbüros und Gleichstellungsstellen. Heute sind Frauen im Laufe ihres Lebens immer wieder aufgefordert sich klar zu werden über ihr Selbstverstandnis als Frau in verschiedenen Lebensbereichen und -phasen. Dazu gehort auch, wie und wo sie sich gesellschaftlich engagieren und einbringen wollen. Wo stehen die auslandischen Frauen mit ihrem Bedürfnis sich zu integrieren und abzugrenzen und welche Kontakt- und Rückzugsangebote stehen ihnen zur Verfügung? Welche Raume will frau für sich in Anspruch nehmen in Kultur, Politik, Arbeitswelt und Familie? Welche Rechte werden ihr zugebilligt? Welche Rollenbilder werden genutzt um sie einzuengen und festzuhalten? Gibt Frau sich damit zufrieden? Oder macht sie sich auf den Weg, ihre eigene Freiheit zu definieren und versucht sie diese zu leben?
Machen Sie den ersten Schritt
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